Alber E-Fix E25 auf Otto Bock

Mein Testbericht oder besser gesagt: Erfahrungsbericht.

Technische Details auf derAlber Homepage

Den E-Motion musste ich damals umtauschen, da die Hände so verkrampften, dass ich selbst mit dem muskelkraftverstärkendem Rollstuhlantrieb nicht mehr voran kam.
Warum der E-Fix ? Nun, das „Untergestell“ konnte ja bleiben. Neue Adapter, Räder (mit integrierten Motoren), Akku Pack, ein paar Kabel, die nicht auffallen und das Bediengerät dazu, das Steuermodul sitzt nämlich am Akku, wodurch es nicht einen extra Platz benötigt.Fertig ist der E-Fix.Bedieneinheit

War nun mein erster E-Rolli und ich war sehr nervös wie das fahren sein würde. Immerhin nur mehr still sitzen und Gas geben. Mit 6 km/h ist man schneller unterwegs als die normale Gehgeschwindigkeit.

In der Wohnung musste ich mich mal langsam rantasten. Der Joystick ist aber so gut gelagert, dass er sehr leicht zu bedienen ist, keinen Widerstand leistet und somit ist es kein Problem auch bei voll eingestellter Kraft ganz langsam zu fahren. Sehr erstaunt war ich über den extrem kleinen Wendekreis. Die intelligente Steuerung dreht nämlich – wenn man am Stand drehen will – das Innenrad in die andere Richtung, ohne dass man dorthin steuern muss. Schön solche intelligenten Systeme… In der Wohnung manövrieren ist also mal einzigartig gut, die Steuerung hat man schnell im Griff.Antrieb

Fast völlig unauffällig gings dann mal ab nach draußen. Immerhin war ich ja schon neugierig auf die Geschwindigkeit ohne Anstrengung. Nun, ich war über die Beschleunigung mal etwas überrascht. Dank der heiß geliebten Steuerung verzögert der Antrieb anfangs mein „Vollgas geben“, nach (absichtlich so eingestellt) 2 Sekunden gibt er dann aber richtig Vollgas. Wie schon erwähnt, das Drehmoment war unerwartet, ich war schneller auf 6 km/h als ich Luftholen konnte (hier übertreibe ich leicht) Also merke: Vorsicht ist angesagt bei Bergauf wegfahren… Sollte man aus irgendeinem Grunde nicht fahren können oder wollen – mit einem Handgriff pro Rad wird der Antrieb ausgekuppelt und eine Begleitperson darf schieben. Netter Nebeneffekt: Auch wenn der E-Fix abgeschlaltet ist, wird man geschoben, lädt auch der Akku wieder  etwas nach.

Die Steuerung ist Außen genauso präzise wie Innen. Die -ja genau –  intelligente Steuerung verhindert beim „Rasen“ nämlich auch zu scharfe Kurven zu fahren. Zudem muss man bei Schräglagen nicht mehr aufpassen, die Steuerung gleich das automatisch aus.

Anfangs nicht schrecken wenn man schnell auf ein Hinderniss zufährt. Der E-Fix bremst nämlich beim Auslassen des Joysticks sehr stark runter, wer nicht gut sitzt rutscht schon mal etwas nach vor… Will man absichtlich noch schneller bremsen – kein Problem, einfach Joystick in die Gegenrichtung lenken und schon gibts ne Vollbremsung. Dann der KippstützenBergaufanfahrtest. Vollgas – 2 Sekunden warten – und los gehts. Ohne Kraftverlust, ohne Probleme. Ist man etwas gewichtiger muss ab einer gewissen Steigung damit gerechnet werden, dass man mit Vollgas schon mal auf den Kippstützen losdüst. Oder eher mehrmals, bei mir wars Dauerzustand. Hab mich aber auch extra nach hinten gelehnt damit er vorne abhebt – man gönnt sich ja sonst nichts.

Akkuleistung: Ist immer ein besonderes Thema. Nach Hersteller beim kleinen Akku sollten es 16 km sein. Nun, aus diversen Foren weiß ich, dass dieser Wert aus dem Labor stammt und dementsprechend ernst zu nehmen ist. (Laborwerte: Benutzergewicht 70 kg, glatter gerader Boden ohne Steigung) Ich habe schon 104 kg, also war ich dementsprechend dem kleinen Akku etwas feindlich gegenüber eingestellt.Akku Doch klein aber oho. Da beim Bergabfahren der Akku wieder etwas an Strom zurückgewinnt,ist es im Alltag gar nicht so schlimm. Trotz Gegenwind, holpriger Straße, Kurven, und 34 kg mehr Köpergewicht schafft der E-Fix bei mir immerhin stolze 11 km, und die muss man erstmal in einem Stück hinter sich bringen. Die Reichweite wird oft überschätzt. Man fährt mit einem E-Rolli doch keine Strecken wie mit einem Auto. 11 km sind ein super Wert der sich sehen lassen kann. Nochdazu bei dem Drehmoment. Also Daumen hoch – Alber Akkus leisten schon was ! Auch das Laden ist hier sehr einfach. Einfach direkt am Akku Stecker rein, Strom ein und fertig. Schön zugänglich und einfach.

Mitnehmen im Auto ist ebenfalls eine super Sache. Räder mit 2 Griffen runter, Akkupack raus, zusammenfalten, fertig. Ja und nicht vergessen alles ins Auto zu packen. Kommt in der Hektik schon mal vor. Und KEINESFALLS die Kippstützen weglassen. Auch nicht für eine kurze Fahrt. Raus aus dem Auto und Zusammengebaut ist er ebenfalls innerhalb von 1 Minute. Perfekt zum Mitnehmen also. Tipp: Die Kippstützen lassen sich als Wagenheber gebrauchen und sind auch dafür gedacht ! Somit können die Räder leicht abgenommen werden.
StützenStützen2

 

 

 

 

Fazit: Der E-Fix von Alber ist ein sehr wertvoller Antrieb. Die Steuerung ist sehr gelungen, er hat bei weitem genug Kraft und Ausdauer und macht auch viel Spaß.
Ein kleines Manko ist die Hupe. Ja wirklich, sogar an eine Hupe wurde gedacht. Allerdings kann man diese auch getrost ignorieren, das Umfeld macht es ebenso. Sogar im Einkaufsladen hören es die Leute nicht. Das eher Piepsen statt Hupen hat mehr einen Spaßeffekt als Nutzen.

SchwenkarmWorauf man unbedingt achten sollte: Wenn Sie sich einen E-Fix anschaffen, unbedingt die leider aufpreispflichtige Schwenkvorrichtung für das Steuergerät mitkaufen. Sonst kann man an keinen Tisch ranfahren !

Der E-Fix wurde inkl. Schwenkarm von der Krankenkassa bezahlt.

2 Gedanken zu “Alber E-Fix E25 auf Otto Bock

    • hi! In Germany and Austria its about 7000 € only for the Emotion. I don’t know the price of the wheelchair. You also have to look if they get together. But in this year the e25 is out and e 35 (Same, but better)
      You can search and ask http://www.alber.de

      Have a nice day!

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