1. Februar 2015 Harte Tage…

Eigentlich kann ich über die letzten zwei Tage nicht viel erzählen. Bei mir hat sich sonderlich nichts geändert, gestern habe ich es geschafft, am Nachmittag wieder etwas zu fliegen. Tut ganz gut, das Video könnt ihr euch auch gleich hier anschauen. Ich werde es weiter unten einbinden.

Leider musste mein Papa ins Krankenhaus eingeliefert werden, ich will gleich gar nicht dazu kommen, warum, wieso oder weshalb. Auf jeden Fall war es wieder mal sehr knapp. Er ist auch jetzt noch im Krankenhaus, und muss auch die nächsten Tage dortbleiben bis die Blutwerte usw. besser werden. Es war sehr unsicher ob er überleben wird, und ist heute früh sah es auch sehr schlecht aus. Seit mittags geht es ihm leicht besser, somit kann ich wieder ein wenig runter kommen.

Da ich sehr an meinem Paps hänge, er nicht nur mein Vater, sondern auch mein bester Freund ist, fällt es mir jedes Mal sehr schwer. Mal sehen was die nächsten Tage bringen. Meine Psyche ist damit natürlich nun sehr belastet, ich bin heute mehr als 4 Stunden mit meinem Adventure herumgefahren, war im Schlosspark und hab mir meinen Fotoapparat mitgenommen, um mich ein klein wenig abzulenken. Hat mir ganz gut getan, außer ein paar hübschen Fotos allerdings nicht wirklich viel gebracht. Es ist zurzeit sehr schwer meine Gedanken zu ordnen.

So, hier meine verrückte Fahrt über die Eisplatte. Keine Sorge, ich kenne die Grenzen vom Adventure.

Wie man teilweise sieht, bin ich natürlich-im Wetter entsprechend-sehr warm angezogen. Da bei mir auch die Mundwinkel, die Gurgel sowie die Kiefermuskulatur bei Kälte verkrampfen, (was schmerzhaft ist) trage ich auch einen Gesichtsschutz. Die Augen schauen frei heraus, sonst alles verdeckt. Unterhalb der Haube, Schal usw. sind meine Ohren per Kabel dem iPhone verbunden. Somit kann ich Musik hören, aber auch Anrufe entgegennehmen sowie per Sprach Wahl auch jederzeit wegtelefonieren.

Der Fotoapparat ist immer griffbereit um meinen Hals, man weiß ja nie! Und wie man sie, lohnt es sich immer wieder…

Hier in Eisenstadt haben wir im Schlosspark wunderschöne Enten. Diese lassen sich auch sehr gerne fotografieren, wofür ich Ihnen auch nicht böse bin. Aufgrund der Temperaturen ist der Teich nur teilweise zugefroren. Und selbst wo er gefroren ist, ist es nur hauchdünnes Eis.

Beim nach Hause fahren bin ich dann komischerweise nicht direkt gefahren, sondern einen Riesenbogen gemacht und einfach durch Gassen durchgefahren, mir die Häuser angesehen usw.

Nach insgesamt 4 Stunden (ca.) zeigte mir mein Körper deutlich, dass sich nun wieder ins Bett gehöre. Es ist nicht so leicht sich einerseits auf die Schmerzen, die Krämpfe zu konzentrieren, andererseits neue Wege zu fahren, wo ich noch nicht weiß, wo muss sich auf der Straße fahren-wo kann ich am Gehsteig fahren. Mein Adventure hat die nötige Ausrüstung und ich darf damit auf der Straße fahren, (Beleuchtung inklusive Blinker) zusätzlich habe ich in Kopfhöhe noch ein Fahrradrücklicht montiert. (Praktisch, mit Batterien und wie beim Fahrrad langsames oder schnelles blinken.) Dennoch sind mir Gehsteige lieber, auch wenn diese schlechter zu fahren sind als die Fahrbahn. Denn trotz Beleuchtungen wie ein Christbaum, übersehen mich noch Leute.

Nebenbei immer den Gedanken: was mache ich, wenn ich auf die Toilette muss? Ich spüre es ja, soweit funktioniert auch alles. Behinderten WC-klaro-weiß ich wo die nächsten sind. Hilft mir allerdings nichts, da ich meine Frau bzw. Hilfe brauchen würde um mich auszuziehen bzw. umzusetzen. O. k., nicht darüber nachdenken, wird schon alles gut gehen. Meine Wasserflasche, ich habe da eine eigene, die funktioniert wie ein Strohhalm mit einer Hand. Echt Gold wert.

Beim fünften Versuch ist es mir auch gelungen, die Flasche endlich zu erwischen. Die Schulter lässt mich immer weniger weiter nach hinten, was die Sache erschwert. Von den Muskeln, die ich dafür ja bewegen muss, will ich gleich gar nicht reden. So, Schluck getrunken und Flasche auch wieder hinten in den Korb getroffen. Es war ein wunderschöner Ausflug für mich, das Ziel-mich etwas abzulenken-hat nicht wirklich funktioniert. Ich muss permanent an Papa denken, ist aber auch richtig so. Ob er jetzt oder beim nächsten Mal stirbt: er wird in mir und meinen Kindern weiterleben, in meinen Geschwistern, deren Kindern, usw. Vor allem letzter in unserem Herzen, und dort lebt der ewig!

Nun, zu guter letzt das versprochene Video vom Fliegen gestern, da wusste ich von Papa noch nichts. Wurde erst späten Nachmittag angerufen. Ich hoffe ihr habt soweit Spaß am Video, dieser Beitrag ist für mich schon sehr privat, aber nur so kann ich viel helfen. Ich denke jeder macht im Leben einiges durch, hat seine eigenen Probleme. Aber wir wollen hier nur zeigen, dass es auch geht, wenn es sehr schlecht ausschaut. Positiv denken muss man lernen, ich war mein Leben lang Pessimist. Und eines habe ich gelernt, nicht kratzen bevor einem die Laus gebissen hat. Bis zum nächsten Beitrag!

 

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